"Here is the way that YES is going. We are going to be introducing dynamic concept2 rowers, big plays, big productions, and only kind of construction on the opportunities that we provide to audiences and artists. "It is my aim to fill out the weeks of this year with artistic programming," he laughs. "And the very first step is expanding out of the cavs summer season." YES Theatre has developed a significant reputation for those shows it places on each summer read more here. Back in December 2015, YES combined forces with all the Sudbury Symphony Orchestra in what Costantini explains as a highly powerful demonstration of this music of Les Miserables. Most recently, it generated Billy Elliot, that was its initial play utilizing live music. "Following the encounter with Billy Elliot, '' I was only really considering the fact that if you permit a musical, the firms, what they do will give you another orchestration," he clarifies. Buy Washington Capitals Tickets. Choose the seat you want at www.scholiumwines.com. Every rockets hockey ticket is 100% guaranteed plus 24/7 customer service. Hamilton Broadway Tickets : Richard Rodgers Theatre find deals at kewgardenstheatre.com. 2018 Astros Tickets - MinuteMaid Park - buy online at generalmclane.net. Choose from a wide selection of red sox tickets. Finally prices on Hamilton Tickets have dropped, use your chance now!

Von Rechtsruck bis Nazistrukturen – Wie kalt soll es noch werden?

September 14th, 2018 by naet

Im Mittelmeer ertrinken Flüchtlinge, rassistische Ausschreitungen in Chemnitz, Neonazistrukturen und der Rechtsruck. Es gibt viele Gründe auf die Straße zu gehen. Wir wollen der rassistischen Kälte etwas entgegensetzen und laden euch ein in diesem Jahr am 3. Oktober mit uns für eine solidarische Gemeinschaft auf die Straße zu gehen.

Gerade erst wurde in Chemnitz wieder deutlich, welcher Gefahr wir als freie Gesellschaft gegenüberstehen. Nach dem Mord an Daniel H. Ende August instrumentalisierten Rechte jedweder Couleur, von klassischen Neonazis, Identitären, Reichsbürger_innen, Hooligans und die Alternative für Deutschland (AfD) die Tat und bildeten erstmalig ein breites rechtsradikales Bündnis. Bei den Demonstrationen unter dem Deckmantel angeblicher Trauerveranstaltungen machten sie jagt auf vermeintliche “Ausländer”, Journalist_innen und Linke. Im Anschluss daran relativierte ein großer Teil der Politik die Ausschreitungen oder zeigten Verständnis für den Mob. Sowohl der Präsident des Verfassungsschutzes, dem bereits des Öfteren AfD-Nähe vorgeworfen wurde, als auch der Ministerpräsident Sachsens leugneten trotz eindeutiger Beweislage, dass es zu Hetzjagden auf Migrant_innen gekommen sei.

Hieran wird deutlich, dass weder Neonazis noch ihre menschenverachtenden Positionen gesellschaftlich isoliert sind. Zahlreiche Aspekte ihrer menschenverachtenden Positionen finden sich bis weit in die Mitte der Gesellschaft wieder. Diese äußern sich zum einen in offenem Nationalismus und zum anderen auch als rassistische Gewalt wie zuletzt in Chemnitz. Mit der AfD sitzt eine zum Teil neonazistische, geschichtsrevisionistische und rassistische Partei gewählt mit 12,6 Prozent im Bundestag. Allerdings weiten ebenfalls die etablierten Parteien die Grenze des „Sagbaren“ immer weiter aus. Jene Parteien verfolgen eine nationalistische Abschottungspolitik, welche das Sterben Tausender im Mittelmeer nach sich zieht. Währenddessen werden die Außengrenzen Europas immer mehr auf den afrikanischen Kontinent verlagert. Dabei werden immer mehr Staaten in denen offensichtlich Krieg herrscht und Terror an der Tagesordnung steht, als sicheres Herkunftsland eingestuft. Da selbst Afghanistan als angeblich sicher gilt, werden Menschen dorthin abgeschoben. Afghanistan in ein Kriegsgebiet in dem es ständig zu Anschlägen kommt, zuletzt am 12. September. Wobei 68 Menschen getötet und mindestens 165 verletzt wurden. Nebenbei handeln die europäischen Staats- und Regierungschefs Deals mit Diktator_innen aus, die Flüchtlinge foltern, zurückhalten und gegen grundlegende Menschenrechte verstoßen. Zudem wird innenpolitisch gezündelt und rechte Politik betrieben. Wenn Politiker_innen, von Obergrenzen, “Gastrecht”, der Legitimation rassistischer Ängste sprechen oder nach den Neonazi-Ausschreitungen in Chemnitz die “Migration als Mutter aller Probleme” bezeichnen, befeuert diese rechte Rhetorik und Politik, das gesellschaftliche Klima und rückt es nach rechts. Auch sollen in fast jedem Bundesland strengere Polizeigesetze eingeführt werden, welche die Grundrechte und die Freiheiten jedes einzelnen massiv einschränken, dies trägt nicht zur Besserung der Lage bei – im Gegenteil. Durch solch eine Politik werden nationalistische Positionen mehrheitsfähig gemacht und Rechtsradikale sowie Neonazis in ihrem Handeln bestärkt. Das dies nicht nur ein Problem in Chemnitz und Ostdeutschland generell ist, sieht man an den Beispielen von „HoGeSa“ in Köln oder „Mütter gegen Gewalt“ in Bottrop. Hinter diesen vermeintlich harmlosen Namen verstecken sich neonazistische Gruppen, die so versuchen ausländerfeindliche und menschenverachtende Hetze schön zu verpacken.

Was passiert, wenn bestens vernetzte Neonazis ungestört agieren können zeigt sich in diesem Jahr wieder einmal hier bei uns in Hamm. Die Neonaziszene ist nach fast zwei Jahren ohne öffentliche Veranstaltungen in diesem Jahr wieder massiv in die Öffentlichkeit getreten. Angefangen mit einer Mobilisierungskundgebung mit anschließender Spontandemonstration der Partei “Die Rechte” am 31. März für die im April in Dortmund stattgefundene “Europa Erwache”-Demonstration und einer weitere Kundgebung am 7. April der Neonazis in Hamm gegen vermeintliche “Polizeiwillkür”. Am gleichen Tag wie die Veranstaltung am 31. März ging die Internetpräsenz der Partei “Die Rechte” und “parteifreien Kräften” unter dem Namen “Nationaler Aufbruch Hamm” an den Start. Ebenfalls fanden im Jahr 2018 bereits sieben Rechtsrock Konzerte und Liederabende in den Räumlichkeiten der Neonazis im Kentroper Weg 18, welches von den Neonazis als “Zuchthaus” oder “Nationales Zentrum” bezeichnet wird, statt. Bei diesen Veranstaltungen werden Rassismus, Antisemitismus und das dritte Reich zelebriert. Auch der Geburtstag Adolf Hitlers wurde von den lokalen Neonazis in diesen Räumlichkeiten gefeiert. Von diesen Freiräumen für Neonazis gehen aber nicht nur Veranstaltungen aus. Auch das Kleben von Plakaten, zuletzt für eine Veranstaltung zum Todestag von Rudolf Heß, das Sprühen von Graffiti und das Anbringen von Bannern, welche Solidarität mit der inhaftierten Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck forderten, werden von dort koordiniert.

Einem weiteren Ausbau der rechten Szene in Hamm müssen wir entgegentreten. Eine wichtige Forderung ist dabei die Schließung des Kentroper Wegs. Doch das allein kann und wird nicht reichen. Neonazistrukturen gehören konsequent bekämpft. Dazu gehört auch das gesellschaftliche Klima. Der Rechtsruck, die sich ausbauenden Nazistrukturen und die zunehmende menschenfeindliche Kälte in Deutschland gehen uns alle was an. Sie sind ein Angriff auf das gute Leben von allen, die nicht in das rechte Menschenbild passen. Lasst uns gemeinsam zeigen, dass wir mit der Situation nicht zufrieden sind. Wir rufen jede_n dazu auf, am 03. Oktober gemeinsam mit uns für eine solidarische Gesellschaft ohne Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und andere menschenverachtende Einstellungen auf die Straße zu gehen.

3. Oktober 2018 / 14 Uhr / Willy-Brandt-Platz/Bahnhofstr. / Bahnhof Hamm [Westf.]

 

Kein Platz für Nazis – gegen die Leugnung der Shoa!

Juni 22nd, 2018 by naet

Hamm(westf.) / 22.06.2018 / 18:30 Uhr/
nähe des Hauptbahnhofs Hamm

Unter dem Motto “Freiheit für Ursula Haverbeck” haben die Neonazis von “Die Rechte” ab 19 Uhr eine Kundgebung auf der Bahnhofstraße angemeldet.
Ursula Haverbeck ist eine verurteilte Holocaustleugnerin und Neonazistin, die nach etlichen Verfahren und Verurteilungen, derzeit in Bielefeld im Gefängnis sitzt.

Für die Neonaziszene gilt sie als Heldin und wird derzeit als eine Märtyrerin aufgebauscht.

Neonazi-Propaganda muss entschlossen widersprochen werden!
DESWEGEN: Kommt mit uns auf die Straße um den Neonazis und der Shoa-Leugnung zu widersprechen und ihnen zu zeigen, was wir von ihnen halten.

Gegen jeden Antisemitismus!
Raus auf die Straße!

21. Juni Filmvorführung: Deutsche Pop Zustände – Eine Geschichte rechter Musik

Mai 30th, 2018 by naet

Der Film „Deutsche Pop Zustände – Eine Geschichte rechter Musik“ behandelt die Entwicklung nationalistischer Musik seit den 1970er Jahren in Deutschland und setzt rechte Gesinnung in Verbindung mit Popkultur. Während der letzten Monate und Jahre erhielt die rechte Szene in Deutschland wieder einiges an Zuwachs und nationalgeprägtes Gedankengut befindet sich nicht nur durch die radikale Rechte, sondern auch durch Parteien, wie die nationale und populistische AfD immer noch auf dem Vormarsch.

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Nachbetrachtung zum 31.03.2018

April 4th, 2018 by naet

Am Samstag den 31.03.2018 um 15:30 Uhr, fand eine Kundgebung des haekelclub590, unter dem Motto „gemeinsam gegen Nazis! Kein Werbeblock für Naziaufmärsche!“ statt. Rund 70 Teilnehmer*innen nahmen am Samstagnachmittag an dieser Kundgebung teil und machten deutlich, dass in Hamm kein Platz für Nazipropaganda ist. Neonazis der Partei die Rechte versuchten für die, am 14. April stattfindende Demonstration unter dem Motto „Europa erwache – für freie Völker und souveräne Nationalstaaten“ zu werben. Um ca. 16 Uhr trafen die Neonazis an ihrem Kundgebungsort in der Fußgängerzone ein und verbreiteten in direkter Nähe zum Hauptbahnhof ihre menschenverachtenden Vorstellungen eines, ihrer Fantasie entsprungenen Europas. Dieser Spuk nahm um ca. 18 Uhr sein Ende und mündete in einem kläglichen Versuch der Neonazis, die Gegenkundgebung zu erreichen.

Neben dem Redebeitrag des haekelclub590, welcher über die aktuelle Situation in Hamm und den ersten Auftritt der Neonazis seit zwei Jahren informiert, gab es einen weiteren Redebeitrag von Antifaschist*innen aus Dortmund, der über den Neonaziaufmarsch am 14. April infortmierte.
Wir als Organisator*innen sind zufrieden mit dem Verlauf der Kundgebung und möchten uns an dieser Stelle noch einmal herzlichst bei allen Antifaschist*innen bedanken.

Infos zur Kundgebung am 31.3.

März 30th, 2018 by naet

Hier eine Überblickskarte für den 31. März in Hamm.

Die Kundgebung der Neonazis findet in einer Seitenstraße der Bahnhofstraße statt und beginnt um 16 Uhr.

Unsere Kundgebung findet in Sicht- und Hörweite zu den Neonazis auf einem Platz an der Heinrich-Reinköster-Straße statt und beginnt um 15:30 Uhr. Vom Bahnhof kommt ihr am besten dorthin, indem ihr die Straße am Willy-Brandt-Platz vorbeilauft und dann entlang der Neue Bahnhofstraße geht.

Info-Ticker: https://twitter.com/haekelclub5901

 

Kundgebung gegen Neonazis in Hamm

März 28th, 2018 by naet

Die Neonazi-Partei “Die Rechte” hält am Samstag, dem 31. März 2018 ab 16 Uhr eine Kundgebung in der Hammer Innenstadt ab. Hiermit will der lokale Kreisverband für die neonazistische “Europa Erwache”-Demonstration am 14. April in Dortmund werben.

Damit kehren die Neonazis zurück auf Hammer Straßen, nachdem sich die Szene jahrelang bedeckt gehalten hatte. Im Geheimen veranstalteten sie Konzerte und Vorträge: Allein in den vergangenen zwei Jahren fanden mindestens 12 Rechtsrockkonzerte in Hamm statt. Zuletzt feierten am 27. Januar, dem internationalen Holocaust-Gedenktag, über hundert Neonazis eine Party mit Live-Musik im Schützenheim Hamm Süden. Längst hat sich damit in Hamm eine rechte Erlebniswelt etabliert.

Kein Wunder also, dass die Szene in Hamm wächst. Sie ist bundesweit exzellent vernetzt und unterhält Kontakte ins rechtsterroristische Milieu. Doch Stadt und Lokalpresse schweigen beharrlich. Wir nicht.

Wir wollen am 31.03. ein Zeichen gegen die Neonazis setzen und haben für 15:30 Uhr an der Heinrich-Reinköster-Straße eine Kundgebung gegen Neonazis und für eine solidarische Gesellschaft angemeldet. Tritt mit uns der menschenverachtenden Hetze entgegen und mach den Neonazis die Straße streitig.

Auch in Hamm: Kein Werbeblock für Naziaufmärsche!

Gegenkundgebung

31. März 2018, 15:30 Uhr

Heinrich-Reinköster-Straße

Hamm (Westf.)

31.3.: Nazikundgebung in Hamm

März 27th, 2018 by naet

Am 31. März veranstalten die Neonazis von „Die Rechte Kreisverband Hamm“ eine Kundgebung in der Hammer Innenstadt. Mit der Kundgebung soll für die Neonazi-Demonstration am 14. April in Dortmund mobilisiert werden.

Es liegt an uns allen, den Nazis zu zeigen was wir von ihrer menschenverachtenden Hetze halten. Haltet euch den Nachmittag des 31. März frei und achtet auf Ankündigungen.

Anreiseempfehlung

Januar 25th, 2018 by naet

Zur Kundgebung “Gegen Rechtsrock und NS-Verherrlichung am Shoah-Gedenktag” am 27. Januar gibt es Anreiseempfehlungen von außerhalb.

Münster: Treffpunkt, 17:20 Uhr auf dem Gleis 3 im Hbf Münster

Bochum: Treffpunkt, 17:30 Uhr vor dem Hbf in Bochum

Dortmund: Treffpunkt, 17:40 Uhr am Nordausgang des Dortmunder Hauptbahnhofs

(Beitrag wird aktualisiert, wenn mehr Empfehlungen dazu kommen)


Falls euch weitere Anreisen, Treffpunkte oder Empfehlungen bekannt sind könnt ihr uns diese über kontakt@haekelclub590.de gerne mitteilen.

Pressemtitteilung zum Neonazikonzert am 27. Januar 2018

Januar 24th, 2018 by naet

Hier findet Ihr unsere gestern verschickte Pressemitteilung mit Informationen zur Band “Sturmwehr”.

Bei dem für den 27. Januar 2018 im „Nationalen Zentrum“ im Kentroper Weg 18 in Hamm angekündigten Rechtsrock-Konzert soll als Hauptact die Band „Sturmwehr“ auftreten. Der „haekelclub590“ weist daraufhin, dass „Sturmwehr“ neben zahlreichen die Wehrmacht und den Nationalsozialismus verherrlichenden Liedern auch antisemitische Songs im Repertoire hat. Nach Ansicht der Jugendbündnisses ist der Konzerttermin nicht zufällig gewählt worden: Am 27. Januar jährt sich die Befreiuung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee. Seit 1996 ist der 27. Januar ein gesetzlich verankerter „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“, den der Deutsche Bundestag mit einer Gedenkveranstaltung begeht. In ganz Deutschland wird in zahlreichen Veranstaltungen der Opfer des Massenmordes gedacht.

Die Band „Sturmwehr“ leugnet den Holocaust, den sie als „Lüge der internationalen Hochfinanz“ bezeichnet. Der Begriff der „internationalen Hochfinanz“ ist eine Chiffre und bezeichnet in der antisemitischen Weltsicht eine angebliche jüdische Weltverschwörung bzw. Weltregierung. Im Titelsong ihres 2016 veröffentlichten Albums „Büßersyndrom“ ist zudem die Rede von einer angeblichen „Geschichtsschreibung der Siegermächte, eine jahrzehntelange Manipulation“ und „höchst profitable Propagandamasche“. Die Bundesrepublik wird von der Band „als Land der Maulkorbgesetze“ bezeichnet, in der „die Wahrheit schnell zum Vergehen“ werde. [1] Die Band bezieht sich hier auf den §130 III StGB, der die Leugnung des Holocaust unter Strafe stellt. Das Cover der erwähnten CD verwendet eine offen antisemitische Bildsprache.[2] Es zeigt drei orthodoxe Juden im Berliner Holocaust-Mahnmal, über vom Himmel über ihnen regnen Dollar-Scheine herab. Im Vordergrund sind loderne Flammen abgebildet, auch dies ist als Verweis auf den nationalsozialistischen Massenmord an den Jüdinnen und Juden Europas zu interpretieren, da sich das Wort Holocaust vom griechischen Begriff für „Brandopfer“ ableitet. Die Nazis verbrannten ihre ermordeten Opfer in den Krematorien der Vernichtungslager.

„Es ist unerträglich, dass Neonazi-Bands am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus in Hamm den Holocaust leugnen, antisemitische Hetze verbreiten und das verbrecherische Regime der Nazis verherrlichen dürfen“, so Johannes Albrecht, Sprecher des „haekelclub590“. Der Bundestag habe erst kürzlich klar gegen Antisemitismus ausgesprochen und einen Antisemitismusbeauftragten eingerichtet. Die neuen gesetzlichen Regelungen waren als Reaktion auf antisemitische Hetze bei antiisraelischen Demonstrationen erlassen worden und beinhalten auch die aus Sicht des haekelclub590 fragwürdige Regelung, dass Ausländer künftig wegen antisemitischer Propaganda abgeschoben werden dürfen. „Leider entsteht so der Eindruck, dass Antisemitismus zuvorderst ein Problem von Zuwanderern sei. Das ist aber nicht der Fall, er ist in der deutschen Gesellschaft leider weit verbreitet. Was gedenken die Stadtverwaltung und die Polizei gegen die antisemitische Hetze der Nazis am 27. Januar zu unternehmen?“, fragt Albrecht.

Das antifaschistische Jugendbündnis fordert seit geraumer Zeit, dass Stadtverwaltung und Polizei alle rechtliche Möglichkeiten ausschöpfen soll, um den Neonazi-Treffpunkt im Kentroper Weg zu schließen bzw. dortige Rechtsrock-Konzerte zu verunmöglichen. Bei dem Konzert am 27. Januar handelt es sich nach Auffassung des haekelclub nicht um eine private sondern eine kommerzielle Veranstaltung. Im Internet schreiben beteiligte Neonazis offen, dass es eine „Abendkasse“ gebe. [3]

Der „haekelclub590“ befürchtet zudem, dass es bei der Musikveranstaltung zu Straftaten nach §§130 und 85a StGB kommt. Sieben CD-Veröffentlichungen von „Sturmwehr“ sind von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien als jugendgefährdend indiziert worden. Spielt die Band Songs dieser Alben verstößt sie gegen das Jugendschutzgesetz.

Die Band „Sturmwehr“ existiert seit 1993 und ist in der Neonazi-Szene sehr beliebt. Sie hat zahlreiche Alben veröffentlicht. Bandleader ist der Gelsenkirchener Neonazi Jens Brucherseifer. Seit einiger Zeit wird er von den Hammer Neonazis Martin Böhne (Gitarre) und Patrick Gerstenberger (Schlagzeug) unterstützt. „Sturmwehr“ tritt live in Bandbesetzung sowie als Liedermacher-Duo auf. Am 27. Januar 2018 werden Martin Böhne und Jens Brucherseifer als Liedermacherduo in Hamm auftreten. Im November 2016 trat „Sturmwehr“ schon einmal in Hamm auf.

Dagegen geht der „haekelclub590“ unter dem Motto „Gegen Rechtsrock und NS-Verherrlichung am Shoah-Gedenktag“ auf die Straße.

27. Januar 2018
Treffpunkt zur gemeinsamen Anreise: 18.30 Bahnhof Hamm/Willy-Brandt-Platz Hamm (Westf.)
Kundgebung: 19 Uhr Wendehammer Kentroper Weg

[1] Sturmwehr: Büßersyndrom, auf der gleichnamigen CD (2016, Label: „Das Zeughaus), online: https://www.youtube.com/watch?v=gksjEE4oMDY (Min. 13:49 – 18:06)

[2] Siehe Cover der CD (Youtube Link)

[3] Beleg liegt vor und kann bei Bedarf eingesehen werden

Gegen Rechtsrock und NS-Verherrlichung am Shoah-Gedenktag

Januar 15th, 2018 by naet

Am 27. Januar findet in Hamm zum wiederholten Mal ein Rechtsrockkonzert in den Räumlichkeiten der Neonazis im Kentroper Weg 18 statt. Der haekelclub590 ruft an diesem Tag zu 19 Uhr im Wendehammer des Kentroper Wegs zu einer Kundgebung gegen Neonazis, Menschenverachtung und NS-Verherrlichung am Shoah-Gedenktag auf.

Angekündigt ist für 20 Uhr ein “Balladenabend”, bei welchem die Bands „Sturmwehr“ und „Der Knappe“ auftreten. 1
Für „Sturmwehr“ ist dies der Auftakt einer Deutschlandtour, aber auch einige Konzerte im Ausland sollen folgen. So sind sie für den „Day of Honour“ angekündigt – einer neonazistischen Veranstaltung, welche die „Schlacht um Budapest“ im Jahre 1944 verklärt. Organisiert wird das Konzert in Budapest von dem seit 2000 in Deutschland verbotenen „Blood & Honour“ Netzwerk. 2 „Sturmwehr“ ist momentan eine der aktivsten Neonazi-Bands. Sie tritt einerseits als Liedermacher-Duo bestehend aus den beiden langjährigen Neonazis Jens Brucherseifer aus Gelsenkirchen und Martin Böhne aus Hamm auf. Sie spielt ebenso auch als vollständige Band mit Patrick Gerstenberger (ebenfalls aus Hamm) am Schlagzeug. Sturmwehr spielten in dieser Konstellation zum Beispiel beim „Rock für Identität“ am 29. Juni 2017 vor ca. 1000 Neonazis in Themar. Das Konzert erfuhr medial aufgrund diverser Straftaten, wie dem Zeigen des Hitlergrußes und seinem NS-verherrlichenden Charakter viel Aufmerksamkeit. 3

Allein im letzten Jahr fanden im Kentroper Weg 18 mindestens vier Rechtsrockkonzerte und zwei Vortragsveranstaltungen statt. Den Start machte ein Vortrag des NPD-Politikers Olaf Rose am 15. Januar. Am 16. April feierten die Neonazis eine „Ostarafeier“ 4, bei der Martin Böhne auftrat. Zwei Wochen später hielt Dieter Riefling einen Vortrag und die Bands „Reichstrunkenbold“ und „FreilichFrei“ traten auf. Im September fand ein Konzert mit Livemusik statt und am 21. Oktober traten die Bands „Blutlinie“ und wieder „Reichstrunkenbold“ auf. 5
Das von den Neonazis sogenannte „Zuchthaus“ dient der Vernetzung, Bespaßung, ideologischen Schulung und Einnahmequelle für eine über Hamm hinaus agierende Neonaziszene. Die Anzahl der in Hamm stattfindenden Veranstaltungen der letzten Jahre zeigt, dass es den Neonazis nirgends in NRW von der Stadt so leicht gemacht wird ungestört Konzerte zu veranstalten.

Dass die kommende Veranstaltung nun auch noch am internationalen Holocaust Gedenktag stattfindet soll, ist für uns eine Schande! Der 27.Januar ist der Tag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz, ein Tag, an dem der Opfer der Shoah und ebenso dem jüdischen Widerstandskampf gedacht wird.
Wir wollen die nächste Neonazi-Feier in Hamm natürlich nicht ungestört lassen. Kommt am 27. Januar mit uns auf die Straße und lasst uns den Neonazis zeigen, was wir von ihnen und ihrer NS-Verherrlichung halten.

27. Januar 2018
Treffpunkt zur gemeinsamen Anreise: 18.30 Bahnhof Hamm/Willy-Brandt-Platz Hamm (Westf.)
Kundgebung: 19 Uhr Wendehammer Kentroper Weg

Quellen:
1: 27.01.18 Konzert
2: B&H Hungary VK Post
3: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-07/themar-rechtsrock-konzert-thueringen-neonazis
4: https://www.lotta-magazin.de/ausgabe/online/eine-verfestigte-szene
5: https://aah.noblogs.org/files/2018/01/Neonaziaktivit%C3%A4ten-in-Hamm-Westf.-2003-2017.pdf

Unterstützer*innen:

Die Linke Kreisverband Hamm

Jusos Hamm

Antifa Werne

Autonome Antifa 170

Antifaschistische Aktion Bochum

Antifaschistische Linke Münster

VVN-BdA Hamm

Gewalt Akademie Villigst

Linksjugend Solid Hamm

(Bei Interesse uns zu unterstützen, schreiben sie eine Mail an haekelclub590@gmail.com)